Ein Rad erstrahlt im neuen Glanz

Es war mein Wunschprojekt des letzten Jahres, vielleicht sogar schon der letzten Jahre: ein Rad von der Pike auf zu renovieren. Schließlich war es im Herbst so weit und mein Freund Christoph und ich haben es in Angriff genommen. Das Resultat lässt sich wirklich sehen und aus einem alten Gaul wurde ein edles Ross.

Da ich kein altes Puch im Keller liegen habe musste ich zunächst ein wenig auf Willhaben stöbern und wurde auch fündig. ich kann nicht genau sagen, was für eine Marke, aber das gute Stück dürfte gut ein paar Jahre älter sein als ich :-). Christoph hatte es in diesem Sinne einfacher. Sein alter Puch-Esel wieherte schon seit längerem im Keller und lechzte nach Erneuerung.

Erste Session – Demontage

In der ersten Arbeitssession haben wir uns daran gemacht die Räder komplett auseinanderzunehmen. Stück für Stück fein säuberlich bis ins letzte kleine Kugellager. Eine wichtige Lernerfahrung für’s nächste Mal: Fotos von den Teilen im Explosionszeichnungsstil. Das hilft bei der neuerlichen Montage.

Manchmal klemmen Teile die eingerostet sind oder alte Schrauben lassen sich nicht mehr bearbeiten. Dank WD40 und genügend Hartnäckigkeit haben wir es aber beide geschafft.

Zweite Session – Reinigung

Der wahre Zustand der Bestandteile ist eigentlich erst jetzt wirklich ersichtlich. Unter den Reifen ist jede Menge Rost versteckt. Die anderen Teile sind aber erstaunlich gut im Schuss. Putzen, putzen, putzen. Mit Reinigungsmittel, Drahtbürste und sonstigen Hilfsmittel erstrahlen die Bestandteile aber Stück für Stück wieder im neuen Glanz. Kugellager sind da etwas heikler. Zunächst reinigen und dann schön einfetten, damit sie noch länger rund laufen.

Das Reinigen zieht sich über ein paar Wochen hin, da wir das immer zwischendurch erledigen. Meinerseits freue ich mich über die liebenswerte Unterstützung meiner Frau Diana (Danke!).

Dritte Session – neue Farbe

Da wir das Ding wirklich, wirklich schon „neu“ haben wollen, war es unser Plan die Rahmen auch komplett neu lackieren zu lassen. Dazu mussten wir ein wenig recherchieren. Welches Verfahren ist da am besten geeignet? Sandstrahlen oder Entlacken zum Farbe-entfernen? Nasslackieren oder Pulverbeschichtung?

Wir haben ein Firma in der Nähe gefunden, die unsere Rahmen zu günstigen Konditionen entlacken würde. Ich entschied mich für Pulverbeschichten. Christoph bevorzugt Nasslackieren. Das Nasslackieren bietet mehr Gestaltungsmöglichkeiten ist aber in der Ausführung doch eine gute Spur teuerer.

Davor stehen aber noch ein paar Feinarbeiten am Rahmen an. Christoph’s Onkel „Willy“ hilft uns mit Löten und Schweißen.

Vierte Session – Assembly

So wie der Rahmen fertig lackiert ist, packt mich das Fieber und ich möchte das Rad so schnell wie möglich zusammenbauen. Die Baudenzüge, neuen Sitz, neue Kette und Co habe ich zwischenzeitlich auch schon besorgt. Ein wenig tüfteln, aber mit der Zeit wird es.

Jetzt muss ich das Rad nur noch fein-tunen. Die Schaltung ein wenig einstellen, die Bremsen justieren und dann fertig ist das gute Teil.

Wer hätte gedacht dass es so schön wird! Wow! Danke Christoph für diese coole Aktion!


Wenn euch dieses Projekt inspiriert hat auch euer altes Fahrrad zu renovieren, dann kommt doch mal in der Hand.Werk.Stadt vorbei oder wendet euch an uns!

Abschließend hier noch ein paar Fotos von unserem Projekt:

Eine Antwort auf „Ein Rad erstrahlt im neuen Glanz“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.